« »

Der Buch-Shop mit Empfehlungs-Regalen
von namhaften anerkannten Kennern


monatlich, wöchentlich, täglich aktuell
handverlesene Buchtipps
Bestenlisten statt Bestsellerlisten

IHR BUCHKAUF BEI CALLE ARCO:
– fair, ethisch korrekt, klima-neutral
– ohne Anmeldung, auch auf Rechnung

Hier im Startregal - das Gesamtsortiment.
Über 3,5 Mio Titel für Sie vorsortiert
nach Neuzugängen auf unseren Regalen




1 Kommentar(e) zu »Tod in den Anden«

MyM | 27/03/2013 08:20

Vargas Llosa, Mario: Tod in den Anden.
Peru, Anfang 90er Jahre.
Drei Männer verschwinden in einem Straßenbaulager hoch oben in den Anden. Die beiden Polizisten sind fremd im Ort und verstehen die verschlossenen Leute nicht. Waren es Morde? Eine erste Fährte führt zur Guerillabewegung Sendero Luminoso. Eine weitere zu Ritualmorden, um die Götter der Berge zu besänftigen. Als der Gendarm hinter das Geheimnis kommt, hätte er es lieber nicht geschafft.
Der Roman ist eine Anklage gegen die alltägliche, die traditionelle und die vom Sendero begangene Gewalt in den Anden - die der Militärs wird nicht so ausführlich dargestellt, aber auch nicht verschwiegen (zwischen beiden war die Bevölkerung wie ein Sandwich eingeklemmt). Die beiden ehrlichen und liebenswürdigen Polizisten werden selbst im Roman als atypisch bezeichnet.
Die hoffnungslose, verängstigte, dumpfe Stimmung, die zu der Zeit in sehr vielen Hochlanddörfern geherrscht hat, ist von Vargas Llosa meisterlich eingefangen worden.

loadinggif