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1 Kommentar(e) zu »Die Donnerstagswitwen«

MyM | 28/07/2013 23:35

Argentinien, 1989-2001.
Eine Idylle einer abgeschotteten Privatsiedlung am Rande von Buenos Aires: die Bewohner leben immer stärker in ihrer Traumwelt und nehmen kaum noch etwas von der Wirklichkeit um sie herum wahr. Doch es treten feine Risse in der friedlichen Kulisse auf, die dann immer größer werden, Familiendramen, Lügengebäude um den Verlust des Jobs im Zuge der argentinischen Wirtschaftskrise Anfang des Jahrtausends herum, und die Autorin saugt die LeserInnen in einen Strudel auf ein fulminantes Finale hin, das aber auch hoffnungsvolle Anzeichen eines Phönix aus der Asche enthält. Die Lebensweise ‚Privatsiedlung‘ ist keine Fiktion, sondern der Rückzug auf ein geschütztes zu Hause steht in ganz Südamerika bei denen, die es sich leisten können, zunehmend ganz oben auf der Wunschliste. Dadurch zerfällt die Gesellschaft immer mehr und die räumliche und sozioökonomische Exklusion schreitet voran. Dies wird in einer kurzen Beschreibung der offenen Nachbargemeinde überdeutlich.
Dieser Krimi ist nicht nur spannend sondern gleichzeitig eine beißende soziologische Analyse: In jeder Hinsicht ein phantastischer Krimi aus Lateinamerika.

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