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1 Kommentar(e) zu »Die Fälschung der Welt«

Eselsohren | 02/12/2013 15:18

Dieses Buch gilt zu Recht als schwierig. Und vielleicht sollte man sich bei grundsätzlichem Interesse zuerst die Leseprobe ansehen, bevor man sich den über 1.200 Seiten dicke Wälzer zulegt. Dabei wird man merken, dass Gaddis weder unverständlich noch experimentell geschrieben hat. Vielleicht muss man sich daran gewöhnen, dass man nicht immer weiß, wer gerade spricht.

Schwierigkeiten mag man wohl auch damit haben, dass die Hauptfigur Wyatt Gwyon neben den vielen Nebenfiguren fast schon untergeht und dass diese Nebenfiguren oft nur mittelbar mit Wyatt zu tun haben. Außerdem ist der Kern der Geschichte rasch nachzuerzählen, die vielen zusätzlichen Handlungsstränge aber nur, wenn man sich laufend Notizen machen würde. Wobei man nie so recht sagen kann, was vom gerade Gelesenen wichtig ist oder nicht.

Ich konnte dem Werk in seiner Kunstfertigkeit jedenfalls nicht ganz folgen. Um der „Fälschung der Welt“ gerecht zu werden, müsste man sehr viel Zeit damit verbringen, den Roman wahrscheinlich mit Hilfe von Steven Moores – knapp 300 Seiten starkem – „Führer durch das Buch“ durchackern und dann schauen, ob man ihm bei nochmaliger Lektüre mehr abgewinnen kann.

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