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2 Kommentar(e) zu »Leben«

ZEITKanonjung | 26/01/2016 11:02

"Ein Bedürfnis nach Revanche"
Ein Gespräch mit dem norwegischen Schriftsteller Karl Ove Knausgård, der sein Leben in sechs Romanbänden entfaltet hat.
Interview: Ijoma Mangold

Lesen Sie mehr unter: http://www.zeit.de/2015/44/karl-ove-knausgard-sterben-lieben-spielen-leben-traeumen-literaturkanon

literaturkritik | 17/11/2014 17:50

Erwachsenwerden in Nord-Norwegen
Karl Ove Knausgårds große Autobiografie erinnert an Schreiben und Trinken, an Sex und Arbeit
von Bernd Blaschke

... Auf Deutsch sind bisher 4 der 6 (im Original 2009-2011 erschienenen) Bände des 1968 geborenen Radikalrealisten erschienen: Sterben dreht sich um die Beziehung zum alkoholkranken Vater und dessen elendes Ende; Spielen um Kindheit und Jugend in seiner norwegischen Mittelklassefamilie der 1970er- und 1980er-Jahre. Lieben handelt vom Familienleben des Schriftstellerehepaars mit drei kleinen Kindern. Der jüngst erschienene Band Leben schildert – neben den für Knausgård typischen Abschweifungen zu anderen Zeitebenen und Motivsträngen – seine Zeit als Hilfslehrer in einem Kaff in Nord-Norwegen. Dort versuchte der 18-Jährige nach ersten Schritten als Musikjournalist, sich als Schriftsteller zu entwickeln und übt sich – stetig scheiternd, stetig neu anlaufend – als Liebhaber. ...
Wertschätzen lässt sich dieses umfangreiche Werk eher als ein wahrnehmungsstarkes und sprachmächtiges Paradebeispiel des zeitgenössischen egotisme, des unablässigen Kreisens um das eigene Ich, die eigenen Gefühle, Befindlichkeiten und Selbstverwirklichungsbedürfnisse: Narrative Selfies mit einiger Tiefenschärfe und ohne Angst vor Hässlichem und Abstoßendem. ...
... es ist nicht einfach, sich dem Sog dieser geschickt gestalteten Erinnerungsprosa zu entziehen, die stetig zum Weiterlesen verführt mit ihren Ködern an Peinlichkeit, ihren sprachmächtigen Gefühlsanalysen und mit gelungenen Realitätseffekten, die viele Leser an Szenen ihres eigenen Lebens erinnern mögen. Wer ließe sich nicht gelegentlich selbst gern für einige sentimentale oder zornige Stunden in die verlorene Zeit seiner Kindheit, zu wiedergefundenen Dingen, Klängen, Gefühlen seiner Jugend entführen? Knausgård dient hier als geländekundiger Reiseführer zurück ins nordeuropäische Wohlstandsterrain der späten 1980er-Jahre.

Lesen Sie mehr unter: http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=19912&ausgabe=201411

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