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1 Kommentar(e) zu »Wachtelzeit«

DasGedicht | 02/10/2016 21:42

Lieber Klaus –

und dann packt es dich plötzlich, also mich, mitten in all dem Schönefeld und stickige Luft und anonyme Gesichter und Getränkeautomaten und Codes und Dokumente und die Hoffnung auf Ankunft. Es packt mich, was ich da vor mir sehe, weil ich nicht die dümmliche Zeitschrift der Fluggesellschaft aufgeschlagen und nicht mit der Dame gesprochen habe, die meine halbe Armlehne in Beschlag nimmt und schnarcht, sondern Deinen Gedichtband – Gedichte! – Wachtelzeit, und da packt es mich eben, reißt mich mit, viel schneller und ehrlicher als der Rumpf der Maschine, der mich über den Kanal trägt, denn Dein Gedicht »Die Sieg« zeigt mir das Wasser und mich und zeigt mir den Lauf, den das Leben nimmt, meines und das des Menschen und des Flusses und des Menschen im Fluss seiner Zeit – in einer Klarheit, die uns eigentlich nie mehr vor Augen steht, weil wir immer nur auf Bildschirme starren, uns auf Bildschirme hinorientieren, wenn wir in unserem Raum sind, auch im Flugzeug, wenn in der Lehne des Vordersitzes ein Bildschirm hängt, als flössen wir darauf zu und darin ein, als wäre er die Mündung unseres Blicks.

Weiter lesen: http://www.dasgedichtblog.de/dichterbriefe-folge-13-die-sieg-als-fluss-des-lebens-christophe-fricker-schreibt-klaus-anders/2016/09/30/

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