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1 Kommentar(e) zu »Gedicht, noch ohne Titel, für S. T. Coleridge«

lyrikkabinett | 30/11/2016 08:12

von Kristina Maidt-Zinke

Einer der zentralen Texte der englischen Romantik hat 165 Jahre nach der Erstveröffentlichung den Weg zu uns gefunden: William Wordsworths autobiografisches Langpoem »The 1805 Prelude«, das der Dichter seinem Freund und Reisegefährten Samuel Taylor Coleridge widmete und das nach seinem Tod im Jahr 1850 in einer stark überarbeiteten Version erschien. Die erst 1926 publizierte, widerständigere Urfassung hat Wolfgang Schlüter, für seine eigenwilligen Übersetzungsstrategien bekannt, nun dem deutschen Publikum zugänglich gemacht – in einer literarischen ›Übertragung‹, deren Prinzipien er im Nachwort offenlegt und damit zur Diskussion stellt. Stilistisch zwischen genuin romantischem Ton, verspielter Patina und unbekümmerten Modernismen changierend, hat Schlüter das bildreiche, stimmungsvolle und gelehrsame Werk in die Gegenwart gerettet und dabei dem ehrwürdigen Blankvers zu neuer, ungeahnter Lebendigkeit verholfen.

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