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1 Kommentar(e) zu »Kalebasse«

DasGedicht | 07/10/2015 16:37

Lieber Jürgen,

der Götterschatz der Gegenwartssprache ist größer geworden durch einen Gedichtanfang: »Wo junge Türken arglos balgen«. Wunderbar! Deine Zeile ist so haarsträubend, dass der Maßstab der politischen Korrektheit sich kichernd abwendet. Und sie ist an eine so ungewöhnliche Perspektive gebunden, dass der Leser nur das Gutmütige an ihr sieht. Gesprochen wird sie nämlich von einem alten Raben, der »auf Stuttgarts Deponien« herunterschaut und auf einen Ort, wo einst der Galgen stand. Heute thront hier eine »Freizeitanlage«, auf der jene Jugendlichen zu Gange sind. Wo junge Türken arglos balgen und von einem Raben beäugt werden … Altersweise und nicht wirklich einer von uns ist das Tier, daher nimmt man ihm seine Gönnerhaftigkeit nicht übel. Zu schön ist ja auch das Wort »balgen«. Verschmitzt ist es – und das Verschmitzte ist selten geworden in der Lyrik und umso mehr willkommen.

Mehr lesen unter: http://www.dasgedichtblog.de/dichterbriefe-folge-2-baden-wuerttemberg-verschmitzt-christophe-fricker-schreibt-juergen-egyptien/2015/11/01/

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