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1 Kommentar(e) zu »blicktot, nixe «

LiteraturhausLyrik | 20/01/2016 09:49

von Stefanie Stegmann, Literaturhaus Stuttgart

Das siebenteilige Langgedicht des Autors Andre Rudolph hat mich in Formstrenge und anarchischem Spiel sehr beeindruckt. Angelegt als Doppeltextstruktur treten durch Fettdruck und Hervorhebungen einzelner Buchstaben und Wörter andere Lesarten der Texte hervor, die sich Seite für Seite verjüngen, bis sie sich am Ende jeweils aufzulösen scheinen. Songzitate, Erinnerungen an vergangene, gescheiterte Beziehungen verbinden sich mit übergeordneten Reflexionen über Vergänglichkeit und mit Befragungen der Gegenwart. Verschwunden, aber nicht verwunden: Alte wie neue Verletzungen und Verstörungen werden durch zahlreiche Auslassungen angedeutet, eingebettet in eine betörende Rhythmik, in einen Gefahr bergenden Nixengesang – blicktot, sprachmächtig.

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