Der Gefangene des Himmels - Zafón Carlos Ruiz

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In >Der Gefangene des Himmels< stürzt Carlos Ruiz Zafón den Leser in ein großes Abenteuer in Barcelona, dem geheimnisvollen Herz seiner Romane, die weltweit zu Bestsellern wurden. Das Schicksal Fermíns, der als charmanter Herumtreiber zum tragischen Opfer finsterer Intrigen wird, ist die dunkle Feder des gewaltigen Uhrwerks, das den Erzählkosmos von Carlos Ruiz Zafón antreibt. Nach >Der Schatten des Windes< und >Das Spiel des Engels< ein weiteres atemberaubendes Meisterwerk.

Zum Autor

Carlos Ruiz Zafón ist der Autor von sieben Romanen, die in über 40 Sprachen übersetzt wurden. Um den Friedhof der Vergessenen Bücher kreisen neben der >Der Schatten des Windes< auch >Das Spiel des Engels< (Fischer Taschenbuch Bd. 18644 ) und >Der Gefangene des Himmels< (S. Fischer). Der mit Spannung erwartete vierte und letzte Teil dieser einzigartigen Romanwelt ist in Arbeit. Im Fischer Taschenbuch ist außerdem der SPIEGEL-Bestseller >Marina< (Bd. 18624) lieferbar. Seine ersten Erfolge feierte Ruiz Zafón mit den drei phantastischen Schauerromanen >Der dunkle WächterDer Fürst des Nebels< und >Mitternachtspalast

Der Gefangene des Himmels

von Zafón Carlos Ruiz

übersetzt von Peter Schwaar


Romane/Erzählungen

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Deutsch
Hardcover, 402 Seiten
FISCHER, S.,
10/2012
ISBN:9783100954022


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Kommentare: 2

Aktuelles | 10/06/2013 12:18

Die Geschichte geht weiter
Von Peter Mohr

... Wir begegnen wieder dem „Friedhof der vergessenen Bücher“, jener geheimnisvoll-labyrinthischen Bibliothek, und dem aus den Vorgängerwerken bekannten Personenensemble: dem Buchhändler Sempere und seinem Sohn Daniel, deren Mitarbeiter Fermin, dem Schriftsteller David Martín (Hauptfigur im „Spiel des Engels“) und dem einstigen Gefängnisdirektor Mauricio Valls, der danach in der Politik Karriere machte.

Die auf diversen Zeitebenen alternierende Handlung beginnt im Advent des Jahres 1957. Selbst im mediterranen Barcelona ist es ungemütlich kalt geworden, die Dächer sind reifbedeckt, die katalanische Metropole wirkt seltsam fremd. Die Geschäfte in der Buchhandlung der Semperes gehen ziemlich schlecht, als plötzlich ein zwielichtiger Kunde auftaucht und eine sündhaft teure Ausgabe von Dumas’ „Graf von Monte Christo“ kauft.

Carlos Ruiz Zafón belässt es nicht bei der schlichten Erwähnung des Buches, sondern bedient sich bei einem seiner zahlreichen Exkurse in die Vergangenheit auch eines Dumas-Motivs. Der Buchhandlungsgehilfe Fermin hat einst in der Franco-Haft in der berühmt-berüchtigten Festung auf dem Montjuic, die von Mauricio Valls mit unmenschlicher Brutalität kommandiert wurde, den Schriftsteller David Martin kennengelernt und mit ihm einen Fluchtplan ausgetüftelt, der stark an Dumas’ Roman erinnert.

Derweil gibt es in der erzählerischen Gegenwart auch etliche. Mehr als spannende Handlungsbögen. Sempere-Sohn Daniel will wissen, wer der wenig vertrauenserweckende, aber zahlungskräftige Buchkäufer war; und sein Freund, der vehemente Franco-Gegner Fermin, schmiedet Heiratspläne, bekommt aber Probleme, weil er 1940 für tot erklärt worden ist und deshalb keine gültigen Papiere besitzt.

„Ich denke, dass es für jedes Land schwer ist, eine Tragödie vom Ausmaß des Spanischen Bürgerkrieges zu bewältigen. Ich glaube, das ist für deutsche Leser leicht zu verstehen. In Spanien blieben viele offene Wunden der Vergangenheit, weil es nach dem Bürgerkrieg keinen Frieden gab, sondern eine Diktatur, die viele Jahre dauerte“, meinte Ruiz Zafón kürzlich in einem Radiointerview.

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http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=17344 ...

Aktuelles | 10/06/2013 12:13

Ein Weihnachtsmärchen vom Friedhof der vergessenen Bücher
Carlos Ruiz Zafón fährt in seinem Roman „Der Gefangene des Himmels“ mit den gruseligen Abgründen des Barcelonas der 1940er- und 1950er-Jahre fort

Von Frank Riedel

Die Verkaufszahlen sprechen für sich. Der 1964 in Barcelona geborene und seit 1994 in Los Angeles lebende Bestsellerautor Carlos Ruiz Zafón wird, seit er 2001 mit seiner Tetralogie zum Friedhof der vergessenen Bücher begann, nach seinen Jugendbüchern ein erwachsenes Lesepublikum anzusprechen, an Millionenauflagen gemessen. Nach „Der Schatten des Windes“ und „Das Spiel des Engels“ ist „Der Gefangene des Himmels“ sein dritter Roman, der im Barcelona der Franco’schen Diktatur spielt.

Im Weihnachtsgeschäft des Jahres 1957 betritt eine finstere Gestalt die Buchhandlung Sempere & Söhne und zeigt nur für das teuerste Werk in der Ebenholzvitrine Interesse: eine einzigartige, katalogisierte Ausgabe von Alexandre Dumas’ „Graf von Monte Christo“.

Er bezahlt den literarischen Schatz fürstlich und lässt ihn mit einer mysteriösen Widmung für den Buchverkäufer Fermín Romero de Torres hinterlegen. Daniel, Sohn des Geschäftsinhabers, geht der Sache im wahrsten Sinne des Wortes nach. Der Weg führt fast zwanzig Jahre zurück und zieht den Leser in die Katakomben des Kastells von Montjuïc hinunter, wo Regimegegner zu Beginn des Franco-Regimes willkürlich und auf brutalste Weise gepeinigt dahinvegetierten, wie einst der junge Seemann Edmond Dantès im Château d’If. Und einer der damals Gefangenen erzählt Daniel, was dort mit ihm und anderen geschah. Neben den aus den Vorgängerromanen bekannten Protagonisten nimmt Mauricio Valls, der literaturbegeisterte, aber unbegabte, skrupellose Gefängnisdirektor, eine Hauptrolle bis in die Gegenwart ein.

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