verdecktes gelände - Nico Bleutge

Ähnliche Bücher finden

Zweite Hälfte 20. Jahrhundert (1950 bis 1999 n. Chr.)

Zum Buch

Traum und Schlaf, Dämmerung und Dunkelheit - Umrisse verschwimmen, Bilder überlagern sich, Orte und Szenen ändern ihre Form. Geräusche sind hier mitunter eindringlicher als Sichtbares, und der Rhythmus faltet Räume auf:'keller / die nachhallten, gänge, einfach überwölbt, / von feuchte durchzogen. sie zeigte sich vorne, / bewegte sich im hintergrund'.In seinem dritten Gedichtband spürt Nico Bleutge den Übergängen zwischen Wach- und Traumzuständen nach. Und er nähert sich den beweglichen Orten an, wo Wahrnehmungen und Gedanken ineinandergleiten, findet Zwischenmomente, in die sich immer wieder Erinnerungen und Sprachsplitter schieben, aber auch geschichtliche Spuren, erdachte und projizierte Bilder. Im Areal von Gedicht und Erinnerung erkundet er die Atmosphären, die Landschaften und Städte annehmen können. So lassen sich wundersame Entdeckungen machen, die Sprache und Wahrnehmung schärfen, 'meeresbeweglichkeit' etwa, 'gleisluft' oder 'ein ziehen der muskeln im sand'. Mit ihren wechselnden Rhythmen sind diese Gedichte aufregende Expeditionen ins Sprachgelände und in die Grenzzonen von Bewusstsein und Welt.

Zum Autor

Nico Bleutge, 1972 in München geboren, studierte Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine Rhetorik und Philosophie in Tübingen. Heute lebt er in Berlin. Bei C.H.Beck erschienen die beiden Gedichtbände 'klare konturen' (2006) und 'fallstreifen' (2008). Für sein Schreiben wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Anna Seghers-Preis (2006), dem Wilhelm-Lehmann-Preis (2011) und dem Erich-Fried-Preis (2012).

verdecktes gelände

von Nico Bleutge


Lyrik/Dramatik/Essays

€37,29
vorraussichtlicher Wiedererweckungs-Preis
0/10 Anfragen

Calle-Arco Wiedererweckungs-Service mehr Erfahren


Buch kaufen

Deutsch
Hardcover, 71 Seiten
Beck C. H. Verlag C.H. Beck oHG,
2/2013
ISBN:9783406646782


Gebraucht kaufen

€25,95 Buch kaufen


Ausgaben dieses Titels

STANDARD (reguläre Formate/Ausgaben)

Kommentare: 1

DasGedicht | 07/12/2013 19:47

Nehmen wir an, das Experiment ginge auf: sich zur Welt in ein solches Verhältnis zu setzen, das komplexer wäre als ein bloßes »Lesen« von Landschaften, komplexer noch als die poetisierende Interpretation und die Manien der Sinnzuschreibung per Logos und Cogito. Unsern Weltbezug und Selbstbezug radikal von der Wahrnehmung her zu gewinnen. Dinge sind da. Und Nico Bleutge wendet die cartesianische Wende erneut. Dinge sind nicht notwendig an sich denkbar, reflektierbar, beschreibbar. Wir können locker bleiben. Sie sind einfachhin und bedürfen zunächst keiner Extraktion von Bedeutung. Nehmen wir an, wir ließen ein stimmhaftes Wesen reagieren auf seine Welt wie die Fühler eines Insekts auf das plötzliche Vorhandensein eines Zweiges.

Mehr unter: http://www.dasgedichtblog.de/lyrik-neuerscheinungen-ausgelesen-verdecktes-gelande-von-nico-bleutge/2014/01/06/ ...

loadinggif