Flügelwechsel - Albert Ostermaier

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Als »Expressionist« unter den zeitgenössischen Dichtern ist es nicht erstaunlich, wenn Albert Ostermaier sich der Sportart zuwendet, die an die Emotionen vieler Menschen rührt, den Fußball. Als »klassischen« unter den zeitgenössischen Dichtern versteht es sich von selbst, dass er die strenge Form variiert: die Ode. Bekannt geworden ist vor allem Albert Ostermaiers Ode an den »Titan«, den Torhüter Oliver Kahn: »wenn er beim eckball wie ein blonde katze aus dem tor stürmt auf einer welle der begeisterung durch die blauen lüfte fliegt«. Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien bildet den Anlass, um eine Auswahl seiner Fußball-Gedichte zu veröffentlichen - illustriert von dem Fußball-Narr Florian Süßmayr.

Zum Autor

Albert Ostermaier (geb. 1967) lebt und arbeitet in München. 1988 beginnt er erste Gedichte zu veröffentlichen und erhält zwei Jahre darauf mit dem Literaturstipendium der Stadt München seinen ersten Preis. Das 1993 geschriebene und 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel München uraufgeführte Stück Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie eröffnet Albert Ostermaiers Karriere als Theaterautor. Er wird Hausautor am Nationaltheater in Mannheim (Spielzeit 1996/1997), am Bayerischen Staatsschauspiel (Spielzeit 1999/2000) und am Wiener Burgtheater (Spielzeit 2003-2009). Seine Theaterstücke werden/wurden von vielen namhaften Regisseuren inszeniert, u.a. von Andrea Breth, Lars Ole Walburg und Martin KuSej. In 2012 gab es drei neue Theaterstücke und Uraufführungen. Ein Pfund Fleisch am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, die Dramatisierung des jüngsten Romans Schwarze Sonne scheine in Luxemburg und Call me God im Residenztheater. Neben seinen zahlreichen Lyrik-Bänden und Theaterstücken schrieb er 2008 seinen ersten Roman Zephyr und 2011 Schwarze Sonne scheine, der auch als Hörbuch erschien und mit dem Preis der Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Im Prestel-Verlag ist 2012 der Fotoband Venedig. Die Unsichtbare von Christopher Thomas mit Gedichten von Albert Ostermaier erschienen und zuletzt bei Suhrkamp die Erzählung Die Liebende. Im September 2013 erschien sein Roman Seine Zeit zu sterben im Suhrkamp Verlag, ein Thriller, der in der Glitzerwelt Kitzbühels spielt. Albert Ostermaier wurde mit namhaften Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. dem Kleist-Preis, dem Bertolt-Brecht-Preis und in 2011 mit dem Welt-Literaturpreis für sein literarisches Gesamtwerk. Er ist zudem Torwart der deutschen Autorennationalmannschaft und Kurator bei der DFB-Kulturstiftung. Albert Ostermaier war >writer in residence< in New York und übernahm in den letzten Jahren Gastdozenturen an diversen deutschen Universitäten. Als Künstlerischer Leiter verschiedener Festivals hat Albert Ostermaier großes Ansehen erlangt.

Flügelwechsel

von Albert Ostermaier


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Deutsch
Hardcover, 105 Seiten
Insel Verlag GmbH,
3/2014
ISBN:9783458193951


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Kommentare: 1

DasGedicht | 30/06/2014 21:50

Der neue Gedichtband von Albert Ostermaier trägt den Titel »Flügelwechsel« (Insel Verlag 2014) und hat sogar Oliver Kahn dazu animiert ein Vorwort als Tribut an den Dichter zu verfassen. Aus der Feder des Schriftstellers wird der Fußball zu einem kosmischen Ereignis, ein Moment darin sämtliche Gesellschaftsspiele zusammenprallen mit dem Lauf des Universums. Den Sphärenklang dieser Konvergenz bestimmt Ostermaier als Ode, die poetische Urform für das Erhabene. Und die Oden an den großen Kahn verwandeln den Bolzplatz zum hermeneutischen Feld, darauf der Torwart zum Gatekeeper des Mysteriums des Willens, des Schicksals und des Unberechenbaren wird. »ist es für einen moment auch / könnte er doch verweilen als / wollte er die sonne aus ihrer / laufbahn fausten« (ode an kahn).

Aber die Oden gelten nicht nur dem Kahn, sondern greifen typologisch wie die mittelalterlichen Mysterienspiele zahlreiche komplexe Figuren des globalen Wettkampfs auf – wie zum Beispiel den tragischen Opfern der Geschichte (z.B. Julius Hirsch), dem Migranten auf der Suche nach einer Bestimmung (Burak Karan), des vielbewunderten Stehaufmännchens (Jorge Valdano) oder dem Individuum, das gegen ein Regime kämpft (Zahir Belounis) – und viele mehr.

Mehr unter: http://www.dasgedichtblog.de/fluegelwechsel-von-albert-ostermaier/2014/06/30/ ...

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