Wachtelzeit - Klaus Anders

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Deutsche Belletristik / Lyrik

Zum Buch

Wachtelzeit ist der fünfte Gedichtband von Klaus Anders. In dem Zyklus »Pennsylvania« spricht ein Taugenichts von sich und seiner Umgebung. Im zweiten Teil betrachten wir einen Diktator des 20. Jahrhunderts, der, lebend aber reduziert, in einem Laden in Brooklyn ausgestellt ist. Eine Ballade führt uns zu Madonna und ihrem vergeblichen Traum. Ein Bambi beklagt die Verluste des Alters. Im Gefängnis fragt sich ein ruinierter Spekulant, was er verbrochen hat. Wir sitzen am Sterbebett von William Blake, wandern mit dem Dichter John Clare vier Tage vom Asylum, wo er lebte, nach Haus zu seinen Frauen und Kindern, lauschen dem Kutscher der Familie Leopardi in Recanati. Der dritte Teil beschließt den Band mit vier Hymnen: Erde, Luft, Wasser, Feuer gewidmet.

Zum Autor

Klaus Anders, geb. 1952, lebt in Neuwied/Rhein. Er debütierte 2003 mit dem Gedichtband Mittag vorüber. Es folgten die Bände Bei Potrelli (2005), Silbermanns Rosen (2009) und Hotel Knossos (2010). In der Edition Rugerup erschienen unter anderem seine Übersetzungen von Olav H. Hauge, Gesammelte Gedichte und Øyvind Rimbereid, Herbarium, Gedichte.

Wachtelzeit

von Klaus Anders


Lyrik/Dramatik/Essays

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Deutsch
Taschenbuch, 125 Seiten
Edition Rugerup,
1/2014
ISBN:9783942955416


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Kommentare: 1

DasGedicht | 02/10/2016 21:42

Lieber Klaus –

und dann packt es dich plötzlich, also mich, mitten in all dem Schönefeld und stickige Luft und anonyme Gesichter und Getränkeautomaten und Codes und Dokumente und die Hoffnung auf Ankunft. Es packt mich, was ich da vor mir sehe, weil ich nicht die dümmliche Zeitschrift der Fluggesellschaft aufgeschlagen und nicht mit der Dame gesprochen habe, die meine halbe Armlehne in Beschlag nimmt und schnarcht, sondern Deinen Gedichtband – Gedichte! – Wachtelzeit, und da packt es mich eben, reißt mich mit, viel schneller und ehrlicher als der Rumpf der Maschine, der mich über den Kanal trägt, denn Dein Gedicht »Die Sieg« zeigt mir das Wasser und mich und zeigt mir den Lauf, den das Leben nimmt, meines und das des Menschen und des Flusses und des Menschen im Fluss seiner Zeit – in einer Klarheit, die uns eigentlich nie mehr vor Augen steht, weil wir immer nur auf Bildschirme starren, uns auf Bildschirme hinorientieren, wenn wir in unserem Raum sind, auch im Flugzeug, wenn in der Lehne des Vordersitzes ein Bildschirm hängt, als flössen wir darauf zu und darin ein, als wäre er die Mündung unseres Blicks.

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