Die Verbrannten - Antonio Ortuño

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Spanien

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Santa Rita, ein unbedeutendes Kaff im Süden Mexikos. In einer Notunterkunft für zentralamerikanische Flüchtlinge auf dem Weg in die USA wird ein Feuer gelegt, dem zahlreiche Männer, Frauen und Kinder zum Opfer fallen. Irma, genannt La Negra, wird zur Untersuchung des Vorfalls zum lokalen Büro der Nationalkomission für Migration geschickt. Dort sind ihre Nachforschungen wenig willkommen und in einem Klima der Angst ist keiner der Überlebenden bereit, zu den Ereignissen in der Nacht des Anschlags auszusagen - bis auf die zwanzigjährige Yein, die zu Irmas einziger Zeugin wird. Doch in einem Land, wo Zentralamerikaner allenfalls als Menschen zweiter Klasse betrachtet werden und wo Behörden, Polizei und kriminelle Banden gemeinsam ein zynisches Geschäft betreiben, das noch den letzten Peso aus den Flüchtlingen herausquetscht, kann es tödliche Folgen haben, den Dingen auf den Grund zu gehen. In diesem vielstimmig orchestrierten und schonungslos rauen politischen Roman porträtiert Antonio Ortuño ein menschenverachtendes System, das die Schwächsten ausraubt, vergewaltigt, verbrennt und schließlich in Massengräbern verschwinden lässt.

Zum Autor

Antonio Ortuño wurde 1976 in Guadalajara geboren. Sein Debütroman wurde von der Zeitung Reforma zum besten mexikanischen Roman 2006 gewählt, 2010 nahm das Magazin Granta ihn in die Liste der besten spanischsprachigen Autoren auf. Die Verbrannten ist sein vierter Roman und der erste, der in Deutschland erscheint.

Die Verbrannten

von Antonio Ortuño

übersetzt von Nora Haller


Romane/Erzählungen

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Deutsch
Hardcover, 205 Seiten
Kunstmann Antje GmbH,
9/2015
ISBN:9783956140556


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Edle Wunsch-Einbände, eigens von Hand gebunden, mit Lesebändchen und individueller Prägung

Kommentare: 1

litprom | 31/08/2015 01:41

In einem Durchgangslager werden Migranten aus Mittel- und Südamerika massakriert. Die offizielle Politik reagiert mit Abwiegelung und Kriminalisierung der Opfer. Eine Momentaufnahme mexikanischer Verhältnisse, die keinesfalls nur mexikanisch sind. Virtuos erzählt, einen grausamen Realismus mit sur- realen Passagen erzielend. Ein zorniges Buch, dessen Intention ästhetisch gedeckt ist. (Thomas Wörtche) ...

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