Der Eiffelturm - Roland Barthes

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Strukturalismus | Essay | Frankreich

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Unter den zahlreichen, zu Klassikern gewordenen Essays von Roland Barthes zählt der 1964 entstandene »Der Eiffelturm« zu den bekanntesten und folgenreichsten. In ihm wendet der Strukturalist sein Instrumentarium auf das weltweit bekannte Wahrzeichen von Paris, von ganz Frankreich, an - und gelangt zu überraschenden, immer noch beindruckenden Resultaten. Der Eiffelturm ist ein Mythos des Alltags, zugleich Symbol für technische Neuerungen wie unumgängliches Touristenziel, Wahrzeichen der aufkommenden Globalisierung, in jedem Buch, in jedem Film, im Fernsehen unausweichlich, auf Facebook und Twitter von jedermann identifizierbar - kurz, ein Zeichen für alles und jedes. Roland Barthes gilt der Eiffelturm als nahezu unersetzliches Objekt: »Durch den Eiffelturm hindurch üben die Menschen jene große Funktion des Imaginären aus, die ihre Freiheit ist, da keine Geschichte, so dunkel sie auch war, sie ihnen jemals hat nehmen können.«

Zum Autor

Roland Barthes wurde am 12. November 1915 in Cherbourg geboren und starb am 26. März 1980 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er studierte klassische Literatur an der Sorbonne und war danach als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ungarn, Rumänien und Ägypten tätig. Ab 1960 unterrichtete er an der École Pratique des Hautes Études in Paris. 1976 wurde er auf Vorschlag Michel Foucaults ans Collège de France auf den eigens geschaffenen Lehrstuhl »für literarische Zeichensysteme« berufen. In Essais critiques beschäftigt sich Barthes mit dem avantgardistischen Theater. Prägend für ihn waren unter anderem Brecht, Gide, Marx, de Saussure sowie Jacques Lacan. Zudem war Barthes ein musikbegeisterter Mensch, vor allem als Pianist und Komponist.

Der Eiffelturm

von Roland Barthes

übersetzt von Helmut Scheffel


Architektur

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Deutsch
Taschenbuch, 80 Seiten
Suhrkamp Verlag GmbH,
10/2015
ISBN:9783518466322


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Kommentare: 2

literaturkritik | 08/12/2015 14:58

Die Lesbarkeit der Strukturen
In seinem brillanten Essay „Der Eiffelturm“ zerlegt der vor hundert Jahren geborene Roland Barthes das französische Wahrzeichen und setzt eine Theorie des Turms zusammen
von Nico Schulte-Ebbert

... Barthes’ Essay ist ein faszinierendes Kompendium mythologischer, symbolischer und historischer Zeichendechiffrierung, ein Addendum zu den 1957 veröffentlichten Mythologies (Mythen des Alltags, 1964). Der Eiffelturm ist ein Text über das Sehen, das Erkennen, das Lesen und letztlich auch über das Schreiben: Der Erzähler schaut aus der Ferne von seinem Schreibtisch auf den Eiffelturm; der Blick ist „zerschnitten von meinem Fenster“. In unmittelbarer Nähe des Monuments kann man „träumen, essen, beobachten, begreifen, staunen, Einkäufe machen wie auf einem Schiff (ein anderes mythisches Objekt, das Kinder zum Träumen bringt), man kann sich dort von der Welt abgeschnitten und doch zugleich als Besitzer der Welt fühlen.“ ...

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