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14 Comment(s) of »Bibliofeles Gothic Fantasy«

Gothic Art pur | 28/01/2014 20:28

Das mit Schutzumschlag versehene Buch “Gothic Art pur: Das Beste aus der aktuellen Gothic-Kunstszene” von Jasmine Becket-Griffith ist ein richtig edles Werk. Der silberne Schriftzug “Gothic Art” und das Bild des Mädchens mit den schwarzen Tränen sind in Hochglanz gedruckt, der Rest des Umschlags ist matt und weich.

Aber nicht nur die äußere Aufmachung, sondern auch die im Inneren des Buches, ist sehr schön anzusehen. Allerdings ist der Druck der Bilder recht empfindlich. Sobald man mit dem Finger, bzw. der Haut auf eine dunkle Stelle kommt, hinterlässt man einen matten Abdruck, der sich nicht mehr entfernen lässt.

Aber nun zum, viel wichtigeren, Inhalt. “Gothic Art pur” beginnt mit einem kurzen Vorwort von Gerald Brom, einem Künstler, der unter anderem bei der Gestaltung von Filmen wie Tim Burtons Sleppy Hollow mitwirkte. Er versucht zu definieren, was “Gothic Art pur” bedeutet und dies gelingt ihm, wie ich finde, ganz gut. Weiter geht es mit der Einleitung, die sich noch einmal mit der gleichen Frage beschäftigt und dazu eine tolle, fast schon poetische, Ausdrucksweise verwendet.

Dies umfasst aber nur sechs Seiten, von denen die Hälfte bereits aus Kunstwerken besteht – einem kleinen Vorgeschmack darauf, was uns ab Kapitel 1 erwartet. Dieses beschäftigt sich mit “Femmes Fatales”. Zu sehen sind wunderschöne Frauen in verschiedensten Ausführungen.Vamps, düstere Engel, Pin Ups oder Damen die aus Märchenwelten stammen könnten.

Aufgebaut ist das Ganze übrigens folgendermaßen. Die Bilder nehmen meist ca. eine Seite ein und daneben befindet sich ein kleiner Text, dem sich der Titel (falls nötig mit deutscher Übersetzung), der Name des Künstlers, die Machart des Bildes und die Homepage des Künstlers entnehmen lässt. Außerdem ein paar Worte zum Bild an sich oder ein Zitat vom Macher des Bildes über seine Inspiration, was richtig interessant ist.

Macharten gibt es verschiedene. Es gibt viele digitale Gemälde, die am Computer mit Photoshop und/oder Grafiktablett erstellt wurden. Beliebt sind auch Mischungen aus Fotographie oder Zeichnung mit anschließender digitaler Bearbeitung. Aber dies hält sich eigentlich mit den klassischen Werken, die in Öl oder Acryl auf verschiedenste Untergründe gemalt sind, die Waage. Am außergewöhnlichsten sind sicher die kunstvollen Skulpturen und der Rest besteht aus Mischtechnik, bei der, wie der Name schon sagt, verschiedene Techniken zusammen gemischt wurden.

Abgerundet wird “Gothic Art pur” mit einem Künstlerverzeichnis, in dem jeweils der Name, die Homepage und die E-Mail Adresse der zu finden sind. Außerdem die Namen der abgebildeten Kunstwerke des jeweiligen Künstlers im Buch und auf welcher Seite es zu finden ist.

Fazit:

In diesem Buch stecken viele Möglichkeiten. Man kann sich verzaubern oder inspirieren lassen und wenn man möchte, kann man sich einen richtig tollen Abend damit machen. Rotwein und passende Musik dürften das Ganze abrunden.

Der letzte Schattenschnitzer | 28/01/2014 20:27

Auf Christian von Asters “Der letzte Schattenschnitzer” wurde ich durch eine Leseprobe aufmerksam, welche die Vielfalt an Textsorten im Romans jedoch bei Weitem nicht widerspiegelte. Diese Vielfalt macht einerseits wahnsinnigen Spaß beim lesen und strengt andererseits aber oftmals auch an.

So beginnt das Buch mit einem Vorwort von Jonas Mandelbrodts Schatten, welcher auch immer wieder Passagen aus seiner Sicht erzählt. Um diese besser zu erkennen, sind sie fett gedruckt. Außerdem findet man immer wieder kursiv gedruckte Kapitelauszüge aus dem großen Buch der Schatten, dem “Alchimia Umbrarum”, das einen gewisse Rolle im Roman spielt. Und neben diesen beiden Textsorten gibt es dann noch das ‘normal’ erzählte in der dritten Person. Man könnte meinen, dass auch dies von Jonas’ Schatten erzählt wird, aber im Laufe der Geschichte wird klar, dass es dafür zu unparteiisch geschrieben ist.

“Der letzte Schattenschnitzer” ist in Prolog, drei Bücher und den Epilog unterteilt und die Seite die jeweils den Anfang eines neuen Buches ankündigt ist wunderschön verziert und sieht wie eine große Tür oder ein Fenster aus. Auch eine schöne Idee fand ich, dass vor jedem neuen Kapitelanfang ein Zitat, das mit Schatten zu tun hat, gefügt wurde.

Was den Schreibstil angeht, so ist dieser schon etwas gehoben, gegen Ende ziemlich spannend und die Wortwahl teilweise altmodisch, weshalb ich auch erst dachte, dass sich das Ganze im Mittelalter abspielt – aber das Buch findet in unserer Zeit statt und die Wortwahl ist scheinbar so gewollt, da z.B. die Schatten schon mehrere 100 Jahre alt sind. Der Lesefluss unterscheidet sich zwischen den drei genannten Textsorten. Während die Worte des Schattens sehr flüssig zu lesen sind, muss man sich bei den Buchauszügen schon etwas mehr anstrengen.

Für Fans von Fantasy-Büchern ist “Der letzte Schattenschnitzer” auf jeden Fall eine Empfehlung, da man merkt, dass sich der Autor ordentlich damit auseinandergesetzt hat. Die Figuren haben zwar wenig Tiefgang, aber es geht eher um die Geschichte an sich, nämlich dass einige Schatten wollen, dass sich alle Schatten über ihre Träger erheben. Bei der Sache sollte man während des lesens allerdings schon sein, sonst verliert man leicht den Faden.

Fazit:

Achte deinen Schatten und er achtet dich – ungewöhnliches Thema super umgesetzt.

Die dunklen Mächte: Schattenstunde | 28/01/2014 20:26

Alles beginnt an dem Tag, als Chloe als einzige den verbrannten Hausmeister in der Schule sieht und dieser ihr auch noch hinterher jagt. Panisch rennt sie weg, schlägt um sich und schreit vor Angst. Für ihre Freunde und Lehrer steht fest: Chloe Saunders hat ein Problem. So gelangt sie nach Lyle House, ein Heim für Jugendliche mit psychischen Problemen und eine Diagnose ist auch für sie schnell gefunden. Doch irgendetwas stimmt nicht mit Lyle House, denn Chloe hat weiterhin Erscheinungen und diese versuchen Kontakt zu ihr aufzunehmen. Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen, die genauso wenig psychisch krank sind wie sie selbst, versucht sie dem Geheimnis des Heims auf die Spur zu kommen und plötzlich geraten sie in höchste Gefahr.

Rezension:

Ich kam durch Zufall an das Buch und bin froh darüber, denn es ist wirklich klasse.

Die 47 Kapitel wurden aus Chloes Sicht geschrieben und fesseln den Leser durch einen angenehmen Schreibstil, durch den man das Buch richtig verschlingen kann.

“Schattenstunde” ist der Auftakt der Die Dunklen Mächte-Reihe und die Autorin konnte hiermit ein wunderbares Grundgerüst aufbauen. Man erfährt, wie Chloe ist und bekommt die Entwicklung ihrer Gabe von Anfang an mit. Sie ist aber trotz dieser Gabe wie ein ganz normaler Teenager und gerade das macht sie so sympathisch.

Im allgemeinen baut sich die ganze Geschichte allmählich auf. Man lernt die anderen Jugendlichen kennen, merkt, dass auch sie übernatürliche Kräfte haben. Diese ganzen kleinen Details sammeln sich an wie spannende, kleine Tröpfchen und entwickeln sich an zu einem aufregenden Sog mit unerwarteter Wendung, nur um plötzlich an einer total spannenden Stelle abzubrechen, womit der erste Teil zu Ende ist.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass jemand den zweiten Teil daraufhin nicht lesen möchte. Die Aufmachung besticht im typischen Style des Pan Verlags – diesmal mit Rauchschwaden über jedem Kapitelanfang. Am Ende gibts noch ein kleines Interview mit der Autorin – rundum gelungen.

Fazit:

Spannender Auftakt zur Buchreihe mit sympathischen Charakteren.

Laqua - Der Fluch der schwarzen Gondel | 28/01/2014 20:24

Da ich von Nina Blazon bisher nur 5-Sterne-Bücher gewohnt war, habe ich mich natürlich umso mehr auf ihr neues Werk “Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel” gefreut – und was soll ich um den heißen Brei herumreden: Ich wurde wieder einmal nicht enttäuscht.

Nina Blazons Schreibstil ist genial. Einerseits einfach zu lesen und auf der anderen Seite extrem spannend – dazu noch sehr bildlich, so dass vor dem inneren Auge ganz leicht Bilder entstehen. In der Geschichte um Kristina und ihren kleinen Bruder Jan, die über den Jahreswechsel mit ihrer Tante Sara bei der Urgroßmutter in Venedig bleiben, habe sogar ich, als Erwachsene, mich teilweise sehr gegruselt und Gänsehaut bekommen – was nur beweist, wie stimmungsvoll die Autorin schreibt. Die Mischung aus dem Großteil, in dem man die beiden Geschwister beim lösen des Rätsels begleitet und den seltenen aber eindrucksvollen Abschnitten, die beleuchten, was der sogenannte “Dunkle” gerade plant, ist nahezu perfekt.

Was ich ganz besonders toll fand war, dass Nina Blazon Venedig so ansprechend beschreibt, dass man am liebsten sofort hin möchte. Sie beschreibt eine Stadt, die auf den ersten Blick so wundervoll strahlend erscheint und auf den zweiten doch wahnsinnig düster und morbid sein kann. Die Wasserstraßen bekommen nach dem Buch für den Leser eine ganz andere und, im wahrsten Sinne des Wortes, tiefere Bedeutung und man fühlt sich, wenn man die Stadt besucht, sicher ab und zu unwohl, wenn man zu nah an den Kanälen entlangwandelt.

Dann kam noch dazu, dass “Laqua – Der Fluch der schwarzen Gondel” von Geistern, Magie, dem Kampf zwischen Gut und Böse und der Vergangenheit handelt und somit war ich der Geschichte vollkommen verfallen. Empfehlen würde ich das Buch ab 12 oder 13 – je nach Reifegrad, denn wie gesagt gruselt man sich an einigen Stellen schon ordentlich. Aber auch Erwachsene, die auf eine wohlig düstere Atmosphäre in Büchern stehen, werden “Laqua” lieben.

Fazit:

Zieht schon ab der ersten Seite in den Bann und lässt den Leser auch nach der Letzten nicht sofort los.

Lockwood & Co. 01 - Die Seufzende Wendeltreppe | 28/01/2014 20:18

Als große Liebhaberin von Geistergeschichten, kam ich am Reihenauftakt “Lockwood & Co. – Die seufzende Wendeltreppe” von Jonathan Stroud natürlich nicht vorbei, nachdem ich erst einmal gehört hatte, dass es sich bei Lockwood & Co. um eine Agentur von Geisterjägern handelt und die Welt in der Geschichte von eine Art ‘Geisterempidemie’ befallen ist.

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich von Jonathan Stroud bisher noch nichts gelesen habe (ja, auch die Bartimäus-Bücher nicht) und so war ich sehr überrascht über den Schreibstil, der mir richtig gut gefallen hat. Locker, flüssig und spannend erzählt er die Geschichte in 26 Kapiteln und hängt als Zugabe noch ein Glossar mit den gebräuchlichsten Begriffen der Geisterjägerwelt an.

Erzählt wird aus der Sicht der hochsensiblen Lucy – eine der drei Mitarbeiter von Lockwood & Co., und diejenige, die als letztes zur Gruppe stieß. Anthony, von allen nur ‘Lockwood’ genannt, der sich immer sofort ins Geschehen stürzende Chef und George, ein wahrhaftiger Recherchefreak, komplettieren das ungleiche Trio. Was ich am faszinierendsten fand war, dass es sich bei den dreien um Kinder bzw. Jugendliche handelt, was ich am Anfang durch ihr erwachsenes Verhaltens überhaupt nicht bemerkte. Die vielen Geisterjägeragenturen der Geschichte bestehen nur aus Kindern, da Erwachsene Geister nicht sehen können. Allerdings haben diese Agenturen normalerweise einen volljährigen ‘Berater’, der aufpassen soll – im Gegensatz zu Lockwood & Co.

Der Plott der Geschichte ist, dass unser Team bei einem Auftrag richtig großen Mist gebaut und somit ein Wohnhaus abbrennt (hätten sie auf George gehört und sich ordentlich informiert, wäre das natürlich nicht passiert). Nun hängt eine Klage im Raum und Lockwood kann die Summe für den Schadensersatz nur dann aufbringen, wenn er einen richtig großen Auftrag bekommt – nicht ganz so leicht, wenn man dafür bekannt ist, Häuser in Flammen aufgehen zu lassen. Trotz allem ergibt sich durch seltsame Begebenheiten ein neuer Auftrag – und der ist extrem gefährlich, denn die Geister des betroffenen Herrenhauses haben bereits mehrere Geisterjäger auf dem Gewissen.

Eine Geschichte mit Geistern UND einem Spukhaus – mein persönlicher Lieblingstoff. Spätestens als Lucy anfing von dem Auftrag im Haus zu erzählen, war ich völlig gefesselt, und was sich nach und nach offenbart ist einfach nur genial. Nur das Ende hat mich nicht so ganz angesprochen. Man kann sich denken, dass an diesem Auftrag irgendetwas faul war und was es letztendlich war, war mir beinahe etwas zu abgedreht und hätte sich anders sicher besser auflösen lassen… Was aber nicht heißt, dass es schlecht ist – das ist wirklich meckern auf hohem Niveau.

Zu empfehlen ist die Geschichte Jugendlichen und Erwachsenen mit einer etwas morbiden Ader und einer Leidenschaft für Geister- und Gespenstergeschichten. Wer sich leicht gruselt, das aber nicht möchte, sollte “Lockwood & Co.” lieber liegen lassen.

Fazit:

Eine spannende Geschichte in einem London das von Geistern verseucht ist inklusive sympathisch-chaotischem Geisterjägertrio.

Emily the Strange - Die verschwundenen Tage | 28/01/2014 20:17

Emily the Strange ist vor allem in der schwarzen Szene längst eine Kultfigur und so wollte ich auch endlich mal ein Buch über sie lesen – es wurde “Emily the Strange – Die verschwundenen Tage” von Rob Reger und Jessica Gruner und ich war angesichts der Detailverliebtheit hin und weg.

Das Buch ist so aufgemacht, dass es das Tagebuch der 13-jährigen Protagonistin darstellt und somit berichtet Emily (bzw. Earwig – sie hat ja ihr Gedächtnis verloren und denkt sich einen Namen aus) aus der Ich-Perspektive über die seltsamen Dinge, die ihr widerfahren, nachdem sie in einer fremden Stadt aufwacht. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, da viel mit kurzen, teils stichpunktartigen Sätzen gearbeitet wird und Emily außerdem eindeutig ein großer Fan von Listen ist, mit denen sie ihre Gedanken zusammenfasst um einen Überblick zu bekommen.

Neben dem Lauftext und den Listen gibt es auch noch Dialoge, die quasi originalgetreu wiedergegeben werden und außerdem Notizen und sogar einen Brief. An Textformen ist also in diesem Buch alles vereint und gerade das macht das Lesen so interessant, denn es gibt viel zu entdecken.

Auch optisch ist “Die verschwundenen Tage” ein Hingucker. Es herrschen die Farben rot und schwarz, wobei der ‘normale’ Text natürlich schwarz ist, die Zwischenüberschriften (Zeitangaben) aber in roter Handschrift zu sehen sind. Diese Zeitangaben lauten übrigens in gut 90% “später” in allen Variationen – z.B. “seeehr viel später”, “noch später”, usw.

Außerdem gibt es viele Zeichnungen – ebenfalls in rot und/oder schwarz – wie z.B. Polaroidfotos, einen Lageplan der Stadt, viele Gegenstände die eine Rolle in der Geschichte spielen und Katzen, Katzen, Katzen – endlos viele schwarze Katzen. … und Katzen.

Zur Geschichte an sich lässt sich kurz und bündig sagen: Sie ist kurzweilig, überraschend und teils auch witzig, da absurd. Ich würde das Buch jedem empfehlen, der eine Vorliebe für Düsteres und ‘Stranges’ hegt.

Fazit:

Eine düstere und verrückte Geschichte in Tagebuchform, die mit einer misanthropischen und hochintelligenten Protagonistin, und außerdem optischer Ausgefallenheit besticht. …nicht zu vergessen: die schwarzen Katzen.

Krampus | 28/01/2014 20:17

An “Krampus” von Brom faszinierte mich sofort die faszinierende Aufmachung. Das Wesen auf dem Cover, das Krampus darstellt, erinnerte mich an Gestalten vor denen ich als Kind Angst hatte und die unheimlichen Illustrationen auf den Innenseiten der Buchdeckel verursachten, dass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte. Ich reagierte fast schon hysterisch, als das Buch endlich bei mir ankam.

Ein bisschen enttäuscht war ich dann, als ich anfing zu lesen. Ich hatte damit gerechnet, direkt in eine Horrorstory einzutauchen – aber stattdessen lernte ich erst einmal Jesse, den existenzgescheiterten Musiker, kennen. Von Frau und der kleinen Tochter verlassen, hält er sich mit fragwürdigen Jobs eines Drogenbosses über Wasser und ist einfach nur völlig unglücklich. Somit konnte ihm eigentlich kaum etwas besseres passieren, als durch Zufall in den Krieg zwischen St. Nikolaus und Krampus hineinzugeraten. Neben Krampus’ Fede mit St. Nikolaus hat aber auch Jesse noch eine Rechnung zu begleichen, da sich seine Frau und seine Tochter in Gefahr befinden – und so schließen das Wesen aus der alten Welt und der Musiker einen Deal.

Ich hatte bisher noch nichts von Brom gelesen, hatte aber gehört dass er sehr fesselnd und düster schreibt – düster stimmt auf jeden Fall. Fesselnd wurde die Geschichte aber erst nach und nach, da ich etwas anderes erwartete und deshalb mit leichten Anlaufschwierigkeiten kämpfte.

Nach dem ersten Drittel hatte ich dann aber vor allem Krampus, das vermeintliche Horrorwesen, ins Herz geschlossen. Bevor der christliche Glauben immer populärer und die alten Götter vergessen wurden, war galt er als Herrscher der Julzeit und eigentlich möchte er nichts anders, als an diese alten Zeiten anzuknüpfen, wofür er und seine unfreiwillig verwandelten Helfer, die sogenannten Beltznickel, erst einmal den St. Nikolaus ausschalten müssen.

Eigentlich ist Krampus sogar eine ziemlich bemitleidenswerte Gestalt. Nachdem er bemerkt, dass die Menschen überhaupt nicht mehr an ihn glauben wird er regelrecht depressiv und lässt sich völlig hängen. Gut fand ich, dass der Autor hier auch indirekt darauf hinweist, dass der Großteil der Gesellschaft mit dem alten Glauben absolut nichts mehr anzufangen weiß, was doch sehr schade ist.

An jedem Kapitelanfang findet der Leser Zeichnungen, die zum Kapitel passen und in der Mitte des Buches gibt es farbige Illustrationen der wichtigsten Charaktere – mit diesen Bildern wird der Geschichte etwas mehr Leben eingehaucht.

Was ich aus diesem Buch gelernt habe ist allerdings, dass einem eine zu große Erwartungshaltung eine Geschichte kaputt machen kann. Wäre ich ohne eine bestimmte Vorstellung an “Krampus” herangegangen, hätte das Buch wahrscheinlich besser abgeschnitten – es konnte mich einfach nicht mehr zu 100 % mitreißen.

Fazit:

Eine Fantasygeschichte über das Vergessen alter Götter und Bräuche, die nicht halb so grausam ist, wie es die Buchgestaltung vermuten lässt.

Die Frau in Schwarz | 28/01/2014 20:15

Als ich “Die Frau in schwarz” im Kino gesehen hatte, wusste ich überhaupt nicht, dass es sich dabei um einen Klassiker der Schauerliteratur handelt. Nachdem sich dann der Film sofort zu einem meiner Lieblingsfilme entwickelte, war ich ganz begierig darauf Susan Hills Werk zu lesen.

Wie bei den meisten Buchverfilmungen gilt auch hier: Man sollte nicht zwischen literarischem Werk und Leinwand vergleichen. Ein Buch eins zu eins in einem Film umzusetzen funktioniert nur selten und so fiel mir gleich zu Anfang auf, dass z.B. diese Szene in der die drei kleinen Mädchen aus dem Fenster springen, im Buch nicht vorkommt. Und hier liegt auch das einzige Manko dieses Buches: Die Auszeichnung “Der Roman zum Film” ist überflüssig, da es sich nicht um die Filmstory handelt. Die Bilder mit Szenen aus der Verfilmung mit Daniel Radcliff sind gut, aber sie passen einfach nicht zur Story.

Aber jetzt genug gemeckert. Denn Susan Hills “Die Frau in schwarz” ist eine richtig tolle Gruselgeschichte die auf eine vornehm englische Art geschrieben wurde. Erzählt wird aus der Sicht des Protagonisten Arthur Gibbs – ein melancholischer Anwalt, der die Kanzlei bei der Beerdigung einer Mandantin vertreten und außerdem noch in deren Haus, welches den klangvollen Namen Eel Marsh House trägt, nach Unterlagen suchen soll.

Dazu muss er London verlassen und es geht in einen kleinen Ort, der in einer Moorlandschaft liegt, wobei das besagte Haus nur zu erreichen ist, wenn im Meer die Ebbe einsetzt – schon allein diese Tatsache hat mich völlig fasziniert. Von da an setzt eine wohlige Gruselatmosphäre ein, denn dort angekommen hört Gibbs seltsame Geräusche und sieht immer wieder eine Frau in schwarzen Kleidern – und soviel sei verraten: Er und der Leser kommen bald hinter die tragisch-schauerliche Geschichte, die hinter den Erscheinungen steckt.

Leser mit der Vorliebe für unheimliche Geschichten, die das Buch vom Film zu trennen wissen, werden also absolut auf ihre Kosten kommen.

Fazit:

Eine absolut hinreißende Gothicnovel. Perfekter könnte das Buch nur noch dann sein, wenn nicht fälschlicherweise behauptet würde, es wäre der Roman zum Film.

Aschamdon | 14/10/2013 20:12

“Aschamdon” ist der erste Band der Amizaras-Reihe und wurde von Valerian Çaithoque, der sich im Buch auch als Chronist darstellt, geschrieben. Der große Wälzer lag erstmal einige Zeit, in der ich ihn immer wieder zur Hand nahm und fasziniert darin blätterte, auf meinen Sofa, bevor ich mich dann an den Text traute. Ich hatte ein bisschen Angst, von den 720 Seiten erschlagen zu werden – doch das Gegenteil war der Fall. Schon nach den ersten Seiten zog mich die Geschichte in ihren Bann und ich musste mich regelrecht zu einer Unterbrechung zwingen.

Die Seiten im Buch sind so aufgemacht, dass sie aussehen, als wären sie aus Pergament und außerdem sind über 200 Illustrationen abgebildet, die aus verschiedenen Epochen stammen. Wenn man die Bilder genau studiert, lassen sich darin zusätzliche Informationen zur Geschichte finden (welche sich aber später im Lauf der Story sowieso ergeben), wobei man teilweise dafür schon eine Lupe braucht, bei den winzig kleinen Lettern auf manchen Abbildungen. Aber gerade das erweckt den Charme einer richtigen Chronik – genauso wie Valerians handschriftliche Anmerkungen, die immer wieder am Rand neben dem gedruckten Text zu finden sind.

In “Aschamdon” werden zwei Handlungsstränge verfolgt, die sich über die 52 Kapitel abwechseln. Zum Einen begleiten wir Rafaela, und zwar von 1944 bis 1965 über verschiedene Orte. Sie wird von Aschamdon, einem sogenannten Ariach, auserwählt, aus der Irrenanstalt befreit und in den Sarastro Orden eingeschleust, in dem sie eine Ausbildung zur Bannzauberin macht. Allerdings nicht weil das dunkle Wesen es gut mit ihr meint, sondern nur, um seine eigenen Pläne mit Rafaelas Hilfe zu verwirklichen. Und dabei scheut er auch nicht davor zurück, ihre Familie in Verbindung mit falschen Versprechungen immer wieder als Druckmittel einzusetzen.

Zum Anderen begleiten wir Atila Fakili im Jahr 2002, einen schmierigen Kunst- und Antiquitätenhändler, der nach einem besonderen Artefakt sucht, mit dem er seine Schulden und die dazugehörigen Eintreiber loswerden kann. Doch plötzlich findet er sich inmitten einer Gruppe wieder, die eine Frau beschützt, welche von überirdischer Schönheit ist. Und auch diese Gruppe trifft auf Aschamdon – eigentlich das Einzige, das Rafaela und Atila verbindet: das Treffen auf verschiedene Ariach.

Worum es sich bei den Ariach genau handelt, lässt sich nicht genau sagen – aber die Menschen würden sie wohl am ehesten der Gattung der Engel zuordnen. Außerdem ergibt die Story, dass sie wohl immer wieder ihre Finger in der Geschichte der Menschheit hatten. Es gibt verschiedene Unterarten, was ein Schaubild im Buch gut verdeutlicht und diese Unterarten führen seit einer wortwörtlichen Ewigkeit Krieg gegeneinander.

Gegen Ende hin, wird die Geschichte immer dichter, so dicht, dass sich der Leser teils schwer tut sie zu entwirren und was bleibt ist nur der Strudel des Buches aus dem man wieder ausgespuckt wird und ein darauf folgendes Fragezeichen. Die Amizaras-Chronik hat ganz eindeutig Kult- und Suchtpotential und macht wahnsinnig neugierig auf den zweiten Band, der den Namen “Sarathoas” tragen wird, wobei es sich wieder um den Namen eines Ariach handelt.

Fazit:

Spannend, hypnotisierend, unvorhersehbar – und das alles in einer atemberaubenden Aufmachung, die man stolz jedem präsentieren möchte.

Roux, M: Sie kommen! | 14/10/2013 20:09

Als ich “Sie kommen! Ein Blog vom Ende der Welt” von Madeleine Roux das erste Mal sah, war ich sofort hellauf begeistert. Das scheinbar blutverschmierte Cover zeigt eine Zombiehand und alte Bücher – also die perfekte Mischung. Der Klappentext überzeugte mich dann endgültig und hielt was er versprach.

Das Buch beginnt so, dass man einen Brief aus dem Jahr 2108 zu lesen bekommt, in dem ein Professor unsere Protagonistin für eine Anthologie, die sich mit den wichtigsten Persönlichkeiten des “Krisenausbruchs” beschäftigt, vorschlägt. Gleich danach beginnt der Hauptteil des Buches – der 2009 geführte Blog von Allison Hewitt, einer jungen Frau, die in einer Buchhandlung jobbte.

Die Autorin hält also das ganze Buch, bis auf den einen Brief am Anfang – und eine Antwort darauf – am Ende des Buches, als Blog der von der Protagonistin geführt wird. Ich konnte dieses Werk nicht mehr aus der Hand legen, weil die Einträge so realistisch auf mich wirkten und auch weil Allison eine richtig liebenswürdige Person ist, die im Angesicht der schlimmen Situation – einer Zombie-Apokalypse – nie ihren Humor verliert.

Der erste Eintrag beginnt, nachdem sie, ihre Kollegen und ein junges Paar – Stammkunden -, sich im Aufenthaltsraum des Buchladens verschanzt haben. Insgesamt ziehen sich die Einträge über einen Zeitpunkt von zwei Monaten und die Gruppe verkleinert sich durch verschiedene Vorfälle im Lauf der Zeit. Da ein Aufenthaltsraum kein Supermarkt ist, muss dieser bald verlassen werden, da die Lebensmittel knapp werden… doch draußen tobt die Hölle.

Ich fand es beeindruckend, wie schnell man die ganzen Personen als Bekannte empfindet. Madeleine Roux gelingt es, die Charaktere in den Einträgen so gut zu beschreiben, dass man sich ein sehr gutes Bild von ihren Stärken und Schwächen machen kann. Mein absoluter Lieblingscharakter war aber von Anfang an Allison, da ich mich mit ihr am besten identifizieren konnte. So gerät sie z.B. einmal in extreme Gefahr, während sie “draußen” ist um essen zu holen und sich dazu hinreißen lässt einige Bücher mitzunehmen um sich im Versteck nicht so zu langweilen – keine gute Idee, von der geplanten Route durch den Buchladen abzuweichen.

Garniert sind die Blogeinträge mit den Kommentaren anderer Menschen, die irgendwo da draußen überlebten und noch eine stehende Internetverbindung haben. So bekommt man auch einen Eindruck davon, wie sich andere durchschlagen.

“Sie kommen! Ein Blog vom anderen Ende der Welt” war eines der Bücher, von denen ich mir wünschte, dass es nie endet.

Fazit:

Ein Buch für Zombie- und Buchliebhaber, die gerne Blogs lesen. Ich liebe dieses realistisch wirkende Buch mit der sympathischen Protagonistin und wollte, dass es nie endet.

Die Hunt-Chroniken: Der Schattenseher | 14/10/2013 20:09

Nachdem mir mein Freund lange davon vorschwärmte, hab ich mich dazu überreden lassen, den ersten Band von den Hunt Chroniken “Der Schattenseher” von Joseph Nassise zu lesen. Ich hätte es schon viel eher lesen sollen… und ärgere mich gleichzeitig darüber, dass ich die Reihe vergeblich begonnen habe. Später mehr dazu, warum das so ist.

Der Autor hat einen richtig fesselnden und spannenden Schreibstil, so dass man sich fühlt, als wäre man direkt im Geschehen und deshalb das Buch nicht mehr weglegen kann. Die insgesamt 55 Kapitel beziehen sich immer entweder auf die Gegenwart, was den Großteil der Zeit so ist, oder die Vergangenheit und sind dann auch so gekennzeichnet, dass der Leser nicht durcheinander kommen kann.

Die Kapitel der Vergangenheit beginnen beim Verschwinden seiner Tochter und gehen bis zu dem Punkt, als Protagonist Jeremiah Hunt sein Augenlicht gegen die Fähigkeit Übersinnliches zu sehen eintauscht. Wohingegen die Kapitel der Gegenwart anfangs mit der Sache überhaupt nichts zu tun haben. Hier soll Hunt zum Zeitpunkt der Geschichte nur für einen Polizisten, der von seiner Gabe weiß, ein Verbrechen checken, ob eventuell mehr als menschliches Handeln dahinter steckt. Am Ende verbinden sich Aspekte der Vergangenheit aber mit dem Jetzt und stellen so automatisch den Reihenauftakt dar.

Jeremiah Hunt ist einer dieser Protagonisten, die sich mit ihrer Art im Kopf des Lesers verankern – es fällt schwer ihn wieder zu vergessen. Vor dem Schlüsselerlebnis in der Vergangenheit ganz anders, ist er nun ein Einzelgänger und ein eher rauer Zeitgenosse. Einer, der zuviel durchgemacht hat, als dass ihn der gewöhnliche Lauf unserer Welt noch interessiert oder gar beeindruckt. Aber gerade durch sein schlimmstes Erlebnis, das man als Leser durch die Rückblenden nach und nach erfährt, schließt man Hunt mitfühlend in sein Herz.

Ich finde, dass die Geschichte viel Potential hat und verstehe deshalb absolut nicht, warum die Übersetzung ins Deutsche nach dem ersten Band eingestellt wurde, denn auf meine Anfrage an den Verlag dem PAN untergeordnet war, wann denn der nächste Band erscheint, bekam ich die unbegründete Antwort: Überhaupt nicht.

Fazit:

Richtig guter Reihenauftakt mit einem wunderbar zynischem Protagonisten und dem perfekten Anteil an Drama, Übersinnlichem und Spannung. Nur schade, dass keine weiteren Bände auf Deutsch erscheinen werden.

Sarathoas | 14/10/2013 20:08

Selten habe ich so lange für ein Buch gebraucht wie für den zweiten Band der Amizaras Chronik “Sarathoas” von Valerian Çaithoque, dessen Gesicht weiterhin im Unbekannten bleibt.

Die Aufmachung ist wie schon beim Vorgänger “Aschamdon” der absolute Oberhammer. Das Symbol auf dem Cover ist erhaben, der schwarze Buchrücken besteht aus einem Material, das mich an (Kunst?)leder erinnert. Das Innere des Buches ist an keiner einzigen Stelle nur weißes Papier. Die Seiten weisen eine dunkle, alt wirkende Maserung auf und es gibt auf fast jeder Seite eine Abbildung, die mit der Geschichte zu tun hat, davon viele Monumente, die es wirklich gibt.

Es gibt verschiedene Arten, mit dem Buch umzugehen. Damit meine ich nicht Sachen wie es als Türstopper benutzen (auch wenn man das durch die Dicke könnte), sondern eher, dass man es entweder einfach durchlesen kann, aber es auch möglich ist, sich viel intensiver damit auseinanderzusetzen. Auf vielen Seiten befinden sich verschiedenen Symbole, scheinbar achtlos an den Rand gestempelt. Hinten im Buch gibt es eine Aufschlüsselung – jedes Symbol wurde einem anderen Buchstaben zugeteilt. Etwas haben diese Symbole also zu bedeuten. Ich habe sie aber aus Zeitmangel nicht übersetzt.

Leider war die Geschichte an sich diesmal, meiner Ansicht nach, viel schwächer als im ersten Band, was auch der Grund war, dass ich so lange zum lesen gebraucht habe. Es schließt natürlich an “Aschamdon” an und leider wusste ich nur noch den Grundkern der Story. Es wäre notwendig gewesen, den ersten Band und dann direkt den zweiten Band zu lesen, möglichst an einem Stück, ohne irgendeine Unterbrechung.

Die Geschichte um Rafaela und Atila – deren beiden Einzelstorys sich in der Mitte des Buches zu einem gemeinsamen Plott verbinden – wird immer wirrer, so dass ich oft einfach nicht mehr wusste, worum es jetzt eigentlich genau geht. Das nimmt natürlich einen ganzen Schwung an Lesefreude und das Buch eignet sich auch nicht dazu, um es mal eben im Bus zu lesen oder so – einfach wegen der Größe.

Zum anderen hatte ich den Eindruck, dass der Schreibstil viel sachlicher ist, als im Vorgängerband… richtig schade… Aber schon allein aus Optikgründen werde ich auch den dritten Band lesen.

Fazit:

Ein optischer Schatz mit schreibtechnischen Schwächen.

Furien-Trilogie 01. Im Herzen die Rache | 14/10/2013 20:07

Wunderschön und irgendwie beunruhigend zugleich ist das elegant-altmodische Cover von Elizabeth Miles’ Trilogieauftakt “Im Herzen die Rache”, dessen Muster (im oberen Bereich) sich unter dem Schutzumschlag fortsetzt. Das Cover repräsentiert die drei mysteriösen jungen Frauen der Geschichte, die plötzlich in der Stadt auftauchen, perfekt – denn auch sie sind wunderschön und bei näherem Betrachten ziemlich beunruhigend.

Die Autorin erzählt in der dritten Person und so ist es auch möglich, dass mehr als nur eine Person im Mittelpunkt steht – nämlich die Teenager Emily, kurz Em, und Chase, die beide unabhänging voneinander ihre eigene Geschichte erleben. Der Schreibstil im Buch ist, typisch Jugendbuch, angenehm zu lesen und vor allem zum Schluss hin sehr spannend. Was mir aufgefallen ist, waren einige oberflächliche Logikfehler. Einige Male scheinen Zwischenszenen zu fehlen und man fühlt sich wie zur nächsten Szene ‘gebeamt’, was mich aber nicht so gestört hat.

Die einzige Gemeinsamkeit der Protagonisten, neben der gleichen Schule, ist die Schuld, die sie – jeder auf seine Weise – auf sich geladen haben. Während man aber Ems Fehltritt direkt miterlebt – eine Liebe, die nicht sein dürfte – bleibt Chases ‘Tat’ lange im Unklaren. Man kann sagen, dass man bei Emily den Anfang vor Augen geführt bekommt und bei Chase die Auswirkung, denn er verliebt sich in eine schöne, aber seltsame Unbekannte, die er noch nie zuvor gesehen hat und die ein ganz bestimmtes Ziel verfolgt – Rache.

Was die Autorin ganz besonders beherrscht, ist, Gefühle zu vermitteln. Ich konnte mich wahnsinnig gut in Em und Chase hineinversetzen, denn man bekommt ihre unterschiedlichen Lebensumstände nebenbei und trotzdem sehr genau erklärt, was dazu führt, dass man als Leser in Ems Liebeskummer und Schuldgefühle eintaucht und sich mit Chase seinen Grübeleien hingibt.

Ganz sicher, dass es sich um Fantasy handelt, war ich mir übrigens erst durch die Geschehnisse auf den letzten Seiten des Buches, was mich auch zu dem Schluss kommen lässt, dass der zweite Band der Trilogie wahrscheinlich etwas fantastischer wird. Aber in diesem ersten Teil kommt man bevorzugt als Liebhaber von spannenden und unheimlichen Jugendbüchern ganz auf seine Kosten.

Fazit:

Zwei Teenager, zwei Geschichten und zwei Fehltritte die nicht ungestraft bleiben sollen. Ein dramatisches Jugendbuch, das eine beunruhigende Atmosphäre mit sich bringt, welche sich letztendlich in grausame Gewissheit verwandelt.

Dancing Jax - Auftakt | 14/10/2013 20:07

Rezension:

Lange bin ich um ‘das böse Buch’ herumgeschlichen und letztendlich musste ich es doch kaufen, da ich einfach zu neugierig war – der erste Teil der Dancing-Jax-Trilogie “Auftakt” von Robin Jarvis. Und ich habe es nicht bereut.

Robin Jarvis hat die Gabe wahnsinnig spannend zu schreiben und den Leser damit zu fesseln, ja beinahe zu hypnotisieren. Erzählt wird in der dritten Person, was bei den verschiedenen Handlungssträngen nur Sinn macht – diese machen einen übrigens fast verrückt, weil diese Handlungen oft an den spannendsten Stellen abbrechen um der Nächsten Platz machen.

Eigentlich liest man in “Dancing Jax” zwei Bücher. Nämlich einerseits die Geschichte, die davon handelt, was dieses alte Buch, das im Mittelpunkt steht, mit den Leuten macht – andererseits aber auch das antike Werk “Dancing Jacks” selbst. Davon ist an jedem Kapitelanfang ein Auszug zu finden, aber auch längere Passagen, wenn es darum geht, dass sich Leser in einem der Charaktere wiederfinden. Es ist echt schwer zu erklären, da sich die Geschichte total verästelt. Als Leser wird man so komplett gefangen, aber es nach außen hin zu erklären, ist schwer.

Grob gesagt geht es darum, dass eine kleinkriminelle Bande in einem alten Haus eine ca. 70 Jahre alte Neuauflage eines Kinderbuches findet – ein Buch, das damals nicht erschien und von einem unheimlichen Kerl namens Austerly Fellows geschrieben wurde – seines Zeichens Satansanbeter und Magier. Das Buch belegte er mit einem Fluch und sorgt so dafür, dass die besagte Bande es unter die Leute bringt. Ein paar Wochen und jeder, der das Buch gelesen hat, ist nicht mehr er selbst. Das Buch wird zur Bibel und die Story darin von den Lesern als real erklärt, fest davon ausgehend, dass die wirkliche Welt nur ein Traum ist. Es geht alles so schnell, eine einzige Seite und das alte Buch hat dich… und die Folgen sind fatal. Die Hauptrolle spielt übrigens hauptsächlich der Mathelehrer Martin Baxter.

Eine spezielle Zielgruppe hat “Dancing Jax” meiner Meinung nach nicht. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen, dass jeder von dieser ausgereiften Geschichte gepackt wird. 4 Sterne gibts übrigens, weil ich glaube, dass es noch eine Steigerung zu diesem ersten Band geben könnte und ich gespannt bin, ob es die im 2. Band gibt.

Fazit:

Eine Geschichte über ein Buch – ein Buch das Verderben bringt und die Realität zum einstürzen bringt. “Dancing Jax” entwickelt eine unheimliche Eigendynamik und macht süchtig.

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